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Kill Doktor Lucky |
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| Anzahl der Spieler: | 2-8 | |
| Alter: | ||
| Spieldauer: | ||
| Autor: |
James Ernest |
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| Verlag: | Truant |
Spielidee:
Warum beginnen alle Kriminalgeschichte, nachdem der ganze Spaß vorüber ist?
Willkommen im Herrenhaus von J. Robert Lucky, einem weitläufigen Anwesen voll
mit ungewöhnlichen Waffen, ausgezeichneten Verstecken und feigen Mördern; Mörder
wie du und ich.
Die Aufgabe? Kill Dr. Lucky. Finde eine Waffe,
verfolge den alten Mann, und erledige ihn. Wo ist das Problem? Nun, zum einen:
alle andere Freunde möchten es vor dir tun. Zum anderen: Dr. Lucky trägt seinen
Namen nicht zu Unrecht.
Man sollte meinen, dass er, nachdem er erstochen, erschossen, aufgehängt und
vergiftet wurde, endlich aufgeben und sich in sein Schicksal fügen würde, aber
er hat mehr Leben als Rasputin und ein geradezu unheimliche Begabung dafür, alle
deine besten Fallen zu umgehen.
Bleib’ dran. Halte durch. Des Doktors Glück hält nicht ewig. Bevor die Nacht
vorüber ist, wird jemand Dr. Lucky erledigen.
Wäre es dir nicht
lieber, du wärst derjenige?
Persönliche Bewertung:
Zuerst einmal: Der Truant Verlag hat wirklich interessante, wenn auch etwas
schräge Spiele. Sie sind relativ günstig, da sie nur aus dem nötigsten bestehen,
d.h. dem Spielplan, den Spielkarten und der Spielanleitung. Die Spielfiguren
muss man sich aus einem anderen Spiel entleihen. Davon sollten aber in jedem
Haushalt welche vorhanden sein. Im Notfall tun es ja auch andere kleine Dinge
wie Geldstücke, ein Fingerhut oder ähnliches.
Kill Dr. Lucky ist ein recht lustiges Spiel. Andererseits können dort vor allem für einzelne Spieler ziemliche Längen entstehen. Der Spielplan stellt die Räume eines großen Anwesens dar. In diesen bewegt sich Dr. Lucky nach einem festen Schema. Die Spieler dürfen sich in den Räumen frei bewegen, entweder durch ziehen in benachbarte Räume, oder durch "beamen" in bestimmte Räume mit Hilfe von Raumkarten. Im Laufe des Spiels zieht man Karten. Diese können entweder Raumkarten sein, mit denen man sich selbst oder auch Dr. Lucky in den entsprechenden Raum bewegen kann. Die Karten können aber auch Waffen sein, mit denen man Dr. Lucky töten kann. Bestimmte Waffen im richtigen Raum angewandt können deutlich potenter sein als in irgendeinem anderen Raum. Wichtig beim Tötungsversuch ist jedoch, dass man dabei von keinem anderen gesehen wird, d.h. kein anderer Mitspieler sich in einem Raum befindet, der direkt von dem Raum einsehbar ist, in dem man selbst versucht, Dr. Lucky zu töten. Unabdingbar ist natürlich, dass sich Dr. Lucky im selben Raum wie man selbst befindet, aber das ist ja beinahe vorausgesetzt... Spielt man einen Waffe aus, d.h. begeht man einen Tötungsversuch, dann kommt die dritte Art der Karten ins Spiel, die Fehlschlagkarten. Es gibt Fehlschlagkarten mit 1 bis 3 Punkten. Jede Waffe erfordert eine bestimmte Menge an Fehlschlagpunkten, die nun die anderen Spieler reihum ausspielen müssen. Dabei darf sich nicht abgesprochen werden. Man muss also selbst entscheiden, ob man mit Helfen möchte, den Mordversuch zu vereiteln, oder ob man lieber seine Fehlschlagkarten aufheben möchte. Am letzten Spieler der Runde hängt es dann letztendlich. Er muss seine Fehlschlagkarten spielen. Besitzt er nicht genügend, so ist der Mordversuch gelungen, egal ob die anderen Spieler noch genügend Fehlschlagkarten gehabt hätten. Kommen genügend Fehlschlagpunkte zusammen, geht das Spiel weiter. Die ausgespielten Fehlschlagkarten werden aus dem Spiel genommen, so dass mit der Zeit immer weniger davon vorhanden sind. Die Spielreihenfolge ist prinzipiell reihum. Nach jedem Spieler zieht Dr. Lucky einen Raum weiter. Befindet sich ein Spieler in diesem Raum, so ist sofort dieser Spieler an der Reihe. Durch geschicktes Ziehen kann man so mehrmals hintereinander an der Reihe sein, der Spielplan verhindert jedoch, dass dies unbegrenzt geschieht, da Dr. Lucky nicht in alle Räume zieht. Es kann so aber passieren, dass einzelne Mitspieler eine längere Zeit gar nicht an die Reihe kommen, und so natürlich weder neue Karten ziehen können, noch einen Tötungsversuch unternehmen können. Das kann dann schon etwas frustrierend für den einzelnen sein, und ist eigentlich der einzige Minuspunkt des Spiels. Am besten spielt man Kill Dr. Lucky zu mehreren, d.h. mindestens 4 Spieler. Ich mag dieses Spiel sehr gern und gebe ihm deshalb:
4 von 5 Caro-Punkte